Nathalie

Selbstfürsorge im Advent

Auf dem Wege - ein Gedicht zur Adventszeit

Bleib einmal stehn und haste nicht
und schau das kleine stille Licht.
Hab einmal Zeit für dich allein
zum reinen unbekümmert sein.

Lass deine Sinne einmal ruhn
und hab den Mut zum gar nichts tun.
Lass diese wilde Welt sich drehn
und hab das Herz, sie nicht zu sehn.

Sei wieder Mensch und wieder Kind
und spür, wie Kinder glücklich sind.
Dann bist von aller Hast getrennt,
du auf dem Weg hin zum Advent.

(Unbekannt)

Wow, dieses Jahr hat es nach wie vor in sich.

Mittlerweile ist abzusehen, dass uns Corona und alles, was damit einhergeht, auch noch bis ins neue Jahr hinein begleiten werden.

 Ganz grundlegende Dinge wie ins Büro gehen, FreundInnen treffen, ins Café gehen sind seit Anfang 2020 nicht mehr selbstverständlich - Unplanbarkeit, Unsicherheit und ja auch Angst meine neuen, alltäglichen BegleiterInnen.

Kurz: mir ist es dieses Jahr schwer gefallen zur Ruhe zu kommen.
Umso mehr habe ich nun im Advent das Bedürfnis für mich zu sorgen, still zu werden und nach innen zu lauschen.

Zufällig bin ich dann über einen Newsletter-Artikel gestolpert. Darin wird auf die ursprünglichen Bräuche und Traditionen in der Adventszeit eingegangen, noch bevor Adventskranz, Lichterketten, Weihnachtsgeschenkeshopping und Weihnachtstrubel hierzulande Einzug gehalten haben.

Ursprünglich war die Adventszeit nämlich eine Zeit der Ruhe, Innenschau und des Verzichts.

Mit der eingebrachten Ernte war die geschäftige Zeit des Jahres vorbei. Die Menschen sind zur Ruhe gekommen, haben gefastet und auf Feiern und Tanzen verzichtet. Sie haben sich so auf das bevorstehende Weihnachtsfest vorbereitet und so die heiligen Tage und Nächte nochmal zu ganz besonderen werden lassen.

Ich habe mir nun vorgenommen, es ihnen gleich zu tun: die diesjährige äußere Ruhe ohne Weihnachtsmärkte, Weihnachtsfeiern und Restaurantbesuche, nutzen um auch in meinem Inneren zur Ruhe zu finden, mich gut um mich zu kümmern und die Vorfreude auf das Weihnachtsfest zu genießen.

Ich habe mir vorgenommen es mir so richtig gemütlich zu machen und zu lauschen: in mich hinein, in die Stille hinein; und mich öffnen, für alles, radikal alles, was sich mir zeigt.

Alles darf sein, ich darf sein wie ich im jeweiligen Moment bin. Und wer weiß, vielleicht bringt Weihnachten dann ein paar ganz unverhoffte Geschenke - oder eben auch nicht 😉

Dir wünsche ich in jedem Fall eine ruhige und besinnliche Adventszeit. Ich hoffe, dass auch du dich in diesem Jahr ganz besonders gut um dich kümmerst, es dir gemütlich machst und lieb zu dir bist.

Alles Liebe,

Deine Nathalie

Quellen:

https://blog.yoga-vidya.de/spirituelle-bedeutung-adventszeit/

https://cms.vivat.de/themenwelten/jahreskreis/advent/index.html

http://deutsch-heute.blogspot.com/2013/12/ein-gedicht-zur-adventszeit.html

Photo by Toa Heftiba on Unsplash


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